27.10.2007, 17:00 Uhr 
Hochschulrevue: Ensad
Meisterwerke der Pariser Talentschmiede
Zu Gast: Georges Sifianos, Dozent

Die Ursprünge der Pariser École nationale supérieure des arts décoratifs (Hochschule für angewandte Künste – kurz Ensad) gehen auf die 1766 gegründete Königliche Zeichenschule zurück. Ein Studium dauert fünf Jahre und führt zu einer von zwölf Spezialisierungen, wobei seit 1996 eine davon der Animationsfilm ist.

Obwohl noch vergleichsweise jung, zählt die Animationsfilmklasse der Ensad heute zu den renommiertesten der Welt und wurde bei großen Festivals wie in Ottawa oder Hiroshima als beste Schule ausgezeichnet. 

An ihr entstanden in den letzten zehn Jahren fantastische Filme: Das preisgekrönte Meisterwerk „Un Jour“ (1997) erzählt mit wunderschönen holzschnittartigen Bildern, was es heißt, einen ungebetenen Gast zu haben. „Ascio“ (2003) schildert in einem imposanten Stilmix von Zeichen-, Sand- und Legetrick den Traum eines Esels. In dem äußerst witzigen 3D-Computertrickfilm „Carlitopolis“ (2005) führt der Filmemacher persönlich Labortests der anderen Art mit seiner Maus Carlito durch. 

Die Filme der Ensad-Studenten berauschen mit kreativen Stilvariationen, sie sind heiter bis nachdenklich, bizarr bis lieblich, sie sind in vieler Hinsicht einfach charmant.